Deutsche Meister – das Handwerk kommt zu Wort
Es gibt eigentlich genug zu tun in der Politik. Keiner spricht heute mehr von Reformstau. Dieser ist längst alltäglich. Marode Sozialsysteme, leere Staatskassen usw.. Doch was macht die Bundesregierung? Sie demontiert ein bewärtes und praktikables System wie das des Meisterprinzipes.
Deutsche Handwerksmeister sind in ganz Europa, wenn nicht sogar weltweit geachtet. Der Titel Meister spricht für umfassende fachliche und betriebswirtschaftliche Ausbildung; Meister bilden aus. Deutscher Meister, im Sport genausow wie im Handwerk, wird nur wer Spitzenleistungen bringt. Dies ist auch die Grundidee unserer Imagekampagne.
Handwerkmeister und die gebotene Vielfalt des Handwerks sollten mit Deutschen Meister im Sport gedanklich verbunden werden. Eine Idee war geboren. Es galt diese nur noch umzusetzen.
Hans Stumpf (derzeitiger Pressesprecher im Bundesverband der Junioren des Handwerks, jetzt Bundesvorsitzender) hatte die Idee. Ein Rundmail an die Mitglieder der Junioren des Handwerks in Coburg, Kronach, Lichtenfels genügte und es standen die „Fotomodelle“ parat.
Das Foto hat natürlich ein Handwerksmeister (Meister wissen wie´s geht) geschossen. Anschließend wurde von Caroline Eberl die Kullisse des Olympia-Stadions in München dahinter retuschiert.
Im ersten Druck wurden 1.500 Plakate und 3.000 Postkarten gedruckt. Die Plakate sollten die Öffentlichkeit auf die Situation aufmerksam machen. Die Postkarten sollten von Handwerkern an die Bundestagsabgeordneten geschickt werden. Dies wurde auch gemacht.
Von Seiten der Junioren des Handwerks wurden Kammerpräsidenten und –Hauptgeschäftsführer auf die Aktion aufmerksam gemacht und mit Plakaten und Postkarten versorgt. Ebenfalls die rund 85 Juniorenkreise bundesweit.
Gleichzeitig wurde in der Handwerkspresse auf die Aktion aufmerksam gemacht. Nicht nur die Allgemeine Bäcker-Zeitung brachte das Engegement der Junioren des Handwerks auf Seite 1. In der Presse wurde auch angeboten, dass Plakate und Postkarten bestellt werden können. Plakate, Postkarten und der Versand waren für die Besteller kostenlos. Die große Nachfrage sorgte dafür, dass die Plakate zweimal nachgedruckt werden mussten.
Zu dieser Aktion wurden auch viele lokale MdB´s angesprochen. In vielen Juniorenkreisen wurden sogenannte „Werkstattgespräche“ mit den direkt betroffenen initiiert. Ziel war es, den Abgeordneten die Meinung der Basis darzubringen. Verbunden war dies mit entsprechenden PR-Aussendungen und Berichterstattungen in Tages- und Wochenzeitungen.
Obwohl es das Meisterprinzip in der bisherigen Form nicht mehr gibt, kann doch von einen Erfolg der Aktion „Deutsche Meister“ gesprochen werden. Auf breiter Basis wurde für die Anliegen des Handwerks gekämpft. Das von Seiten der Öffentlichkeit ein Interesse am Thema da ist, zeigen die zunehmenden Zugriffszahlen auf die Homepage www.handwerksjunioren.de . Der Bundesverband der Junioren des Handwerks wird auch weiterhin seine Finger in die offenen Wunden unseres Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialsystem legen. Wir werden das junge Handwerk fördern und für das junge Handwerk eintreten.
im Mai 2004
Thilo Bräuninger
damaliger Bundesvorsitzender bis 2004
Handwerkskammerpräsident Heilbronn / Franken





