Junioren des Handwerks Heilbronn e.V.

Handwerk trifft Politik - Innungsbetriebe der Region im Dialog mit Bundestagsabgeordneten

Die Junioren des Handwerks Heilbronn hatten eingeladen und der Zunftsaal
des Haus des Handwerks war voll besetzt.
Über 80 Teilnehmer verfolgten gespannt die Podiumsdiskussion mit den
Bundestagsabgeordneten im WahlkreisHeilbronn, Thomas Strobl (CDU), Josip
Juratovic (SPD) und Michael Link (FDP).

Themenschwerpunkte der von Jürgen Strammer, Ressortleiter Wirtschaft -Heilbronner Stimme - moderierten Veranstaltung waren die Wirtschaftskrise
mit all Ihren Risiken aber auch Chancen für Handwerksbetriebe sowie die Bildungspolitik und wie insbesondere die Ausbildungsfähigkeit junger Leute.

Wir haben zwölf Monate Zeit mit unserer Leistungsfähigkeit, gerade im Handwerk, unseren Beitrag am Umkehrprozess dieser rezessiven Phase zu
leisten!", so Thomas Randecker, 1. Vorsitzender der Junioren des Handwerks Heilbronn. Mit aufbauenden Worten warnte Randecker in seiner Begrüßung davor, "schon zu Beginn eines Jahres alles schlecht zu reden".

Kreishandwerksmeister Ralf Rothenburger versicherte in seinem Grußwort, dass "mit intelligenten Angeboten, hochqualifizierten Leistungen und mit
technisch anspruchsvoller Ausführung vor allem die Meister-Fachbetriebe
der Innungen die Kundschaft für ihre Angebote begeistern können", um so
der Krise entgegen zu treten.

Die Politiker pflichteten beiden Ehrenamtsträgern bei. Eine Krise sei "auch
immer eine Chance, gestärkt in den Wettbewerb zu gehen", so Thomas
Strobl.

Trotz alledem fordert das Handwerk von den Politikern die konkrete Verbesserung der Rahmenbedingungen. Dazu zählen unter anderem die
Erweiterung des Steuerbonusses auf Handwerkerleistungen, aber auch eine
Reform des Vergabewesens bei öffentlichen Ausschreibungen. "Aufträge
sollten wieder verstärkt an regionale Handwerksbetriebe vergeben werden",
forderte das Publikum.

Josip Juratovic machte den anwesenden Handwerksbetrieben Mut. Entscheidend sei, dass "eine positive Stimmung der Konsumzurückhaltung
entgegenwirkt". In der Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf
Handwerkerleistungen sieht Michael Link von der FDP eine gute Möglichkeit,
das Handwerk zu fördern.

Die Bürokratisierung sowie die teils sehr umstrittenen EU-Richtlinien waren
weitere Kritikpunkte aus den Reihen der ´Handwerksbetriebe. Auch hier sollte im Rahmen des Möglichen dringend nachgebessert werden.

Beim Thema Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen waren sich alle einig.
Eine praxisnahe Ausbildung in der Schule sollte erste Voraussetzung für
künftige Auszubildende im Handwerk sein.

Rückschau

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