„Die Zukunft des Handwerks ist relativ“
Junghandwerker verständigen sich in Stuttgart auf Leitlinien für die Zukunft
Das deutsche Junghandwerk nimmt die Herausforderungen der Zukunft entschlossen an – das zeigte der Bundeskongress der Handwerksjunioren in Stuttgart vom 01.-03. Oktober 2005 deutlich.
Auf ihrer Hauptversammlung vom formulierten sie eine „Stuttgarter Erklärung“, in der sie sich zu weniger Staat und mehr Eigenverantwortung bekennen. Offensiv verzichten die Junioren auf Steuergeschenke und Subventionen, selbstbewusst verabschieden sie sich vom Bild eines Staates, der alles regelt, konsequent übernehmen sie Verantwortung bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und der Schaffung von Arbeitsplätzen.
Das sind Botschaften, die dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther H. Oettinger gefallen. In seiner Festansprache lobte Gastredner Oettinger auch die Bedeutung von Mittelstand und Handwerk und würdigte die „Stuttgarter Erklärung“ als Beitrag zur deutschen Reformdiskussion. Gerade nach der Bundestagswahl ist es wichtig, dass Reformen in zentralen Wirtschafts- und Gesellschaftsfeldern in Gang kommen. Das Handwerk mit seiner Ortsverbundenheit, der Qualität seiner Arbeit, seiner Kundennähe sowie als Anbieter von Arbeits- und Ausbildungsplätzen hat für den Standort Deutschland auch weiterhin eine wichtige Bedeutung.

- Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch (Soziales, Jugend, Gesundheit) empfängt die Handwerksjunioren im Stuttgarter Rathaus. Foto: Baudermann
Der Ortsverband Stuttgart im Verbund mit der Region richtete den Bundeskongress aus. Mit der Wahl des Mottos „Die Zukunft des Handwerks ist relativ“ betonten die Junioren, dass zukünftiger Erfolg oder Misserfolg davon abhänge, wie sich die Rahmenbedingungen und das Engagement des Handwerks weiter entwickeln. Sowohl beim einen als auch beim anderen kann das Handwerk beeinflussen, welche Richtung die Dinge nehmen. Angesichts der geladenen Prominenten der Region verwundert es nicht, dass auch regionale und lokale Handwerksangelegenheiten zur Sprache kamen. Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart, lobte dabei die Versammelten als die „jungen Wilden“, die „das Junge, Ungestüme in idealer Weise mit der Tradition und den Erfahrungen des Handwerks verbinden“. Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch (Soziales, Jugend, Gesundheit) verwies in ihrer Ansprache darauf, dass die Verbindung von Wirtschaft, Handwerk und Mittelstand in Stuttgart Tradition sei. Weitere Programmpunkte des Bundeskongresses in Stuttgart waren die Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth vom Weltunternehmen Würth aus Künzelsau (Gaisbach) sowie ein Vortrag über DaimlerChrysler. Durch konstruktive politische Diskussionen bei der Mitgliederversammlung und den gesellschaftlichen Veranstaltungsteil wurde der Bundeskongress zu einem rundum gelungenen Event.




