„Wir sind radikaler als viele glauben“

Gruppe beim Werkstattgespräch+
Sie machten nach langer und lebhafter Diskussion über die Mittelstandspolitik in der „Gläsernen Backstube“ Wellmann in Osnabrück-Atter noch immer einen entspannten Eindruck (von links): Kreishandwerksmeister Hans Georg Hune, CDU-Bundestagskandidat Dr. Matthias Middelberg, Vorsitzender der Junioren des Handwerks Osnabrück-Emsland Carstens Röttgers, 2. Vorsitzender Martin König, Wellmann-Geschäftsführer Johannes Külkens und stellvertretender Kreishandwerksmeister Horst Glüsenkamp.

Werkstattgespräch der Junioren des Handwerks Osnabrück-Emsland e.V.


mit dem CDU-Bundestagskandidaten Dr. Mathias Middelberg in der Gläsernen Bäckerei/Konditorei Wellmann Osnabrück.

„Wir können doch nicht, wie es einige linke Fantasten immer wieder propagieren, die sozialen Absicherungen aus den 70er Jahren einzementieren“, sagte der CDU-Bundestagskandidat Dr. Mathias Middelberg im ersten Osnabrücker Werkstattgespräch in der „Gläsernen Backstube“ der Wellmann GmbH in Osnabrück-Atter vor Handwerksjunioren und führenden Repräsentanten der Handwerkswirtschaft.

In Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Osnabrück wollten sich der Bezirksverband der Junioren des Handwerks Osnabrück-Emsland  vor allem über die Meinung des CDU-Politikers zu aktuellen Mittelstandsfragen ein Bild machen.

Junioren-Vorsitzender, und stellv. Bundesvorsitzender, Carsten Röttgers, Papenburg, und sein Stellvertreter Martin König, Osnabrück, machten sowohl während der Begrüßung als auch im Rahmen ihrer gelungenen, weil unauffälligen Moderation deutlich, dass es ihnen nicht nur um allgemeine Mittelstandsprogramme ginge, die man ohnehin überall nachlesen könne, sondern auch um die Person Mathias Middelberg und seine persönlichen Einschätzungen hinsichtlich des Erreichens wichtiger politischer Ziele. Besondere Beachtung erhielt  der Wellmann-Geschäftsführer Johannes Külkens für seine hervorragend ausgefüllte Gastgeberrolle und die beachtenswerte Unternehmerische Leistung an dem Standort.

Nachdem die CDU „Vorfahrt für Arbeit“ zu ihrem Leitmotto im Wahlkampf gemacht hatte, gingen die meisten Fragen auch in Richtung Wirtschaftswachstum und Beschäftigungspolitik. So begrüßte der Osnabrücker Kreishandwerksmeister Hans Georg Hune und sein Stellvertreter Horst Glüsenkamp zwar die Bestrebungen der jetzigen Oppositionspartei, den Kündigungsschutz bei Neueinstellungen für zwei Jahre auszusetzen, kritisierten aber ebenso wie KH-Hauptgeschäftsführer Thorsten Coch das Abfindungsmodell. Anhand einiger praktischer Beispiele verdeutlichten sie, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach beschäftigungshemmend auswirken werde, weil es einfach nicht finanzierbar sei. Durchaus positiv aufgenommen wurde dagegen die von Dr. Middelberg erklärte Absicht, den Schwellenwert für die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes von 10 auf 20 Beschäftigte herauf zu setzen.

Kein eindeutiges „Nein“, das von den Handwerksunternehmern entsprechend freudig-überrascht aufgenommen wurde, entgegnete Middelberg auf die Frage, ob einige Handwerksberufe nach der letzten Novellierung der Handwerksordnung im Falle des Regierungsauftrages wieder in die Anlage A der zulassungspflichtigen Gewerke zurückgeführt werden könnten. Hier sah insbesondere Carsten Röttgers Handlungsbedarf, der seine Befürchtungen zum Ausdruck brachte, dass wir uns am Anfang einer Dequalifizierungsspirale befinden. Carsten Röttgers verwies hierbei besonders auf die Werkstattgespräche zur Handwerksrollennovilierung und die bereits jetzt eingetretenen negativen Folgen in Berufen wie z.B. Fliesenleger- und Raumausstatterhandwerk.

Einig waren sich alle Beteiligten in der Forderung, so schnell wie möglich viele Wachstumsanreize zu schaffen, die dann auch wieder zwangsläufig zu mehr Beschäftigung führen würden, wobei auch hier die Qualifizierung der Fachkräfte von morgen sowohl in Schule als auch Beruf nicht außer acht gelassen werden dürfte.

Keinen Illusionen gab sich der Bundestagskandidat hinsichtlich der Neuverschuldung durch die Bundesregierung hin, von wem auch immer sie gebildet werde, denn selbst ein deutliches Wirtschaftswachstum würde allenfalls die finanziellen Handlungsspielräume erweitern und gewisse Umschichtungsprozesse ermöglichen, doch eine Absenkung der Neuverschuldung angesichts der enormen überwiegend gesetzlich gebundenen Leistungsverpflichtungen sei illusorisch.

Zum Abschluss konnten alle Beteiligten feststellen, das sich die Arbeit mit der Organisation im Vorfeld gelohnt hat. „Es war ein sehr angenehm und offen geführtes Gespräch. Herr Middelberg hat deutlich gemacht das er jemand ist der sich im Mittelstand auskennt. Der bleibende Eindruck ist der, dass CDU und Mathias Middelberg Probleme benennen und angehen werden.“ fasste Martin König das Gespräch zusammen.